Warum Fotograf

Warum Fotograf ?

In diesem Artikel möchte ich nicht darüber schreiben wie oder warum man Fotograf wird. Dafür gibt es viele Gründe und Wege. Es geht darum, wie unser Weg uns zur Fotografie geführt hat wie wir sie heute betreiben.

Angefangen hat es wie bei vielen schon in den Kinder und Jugendtagen. Alles was uns schön und wichtig erschien wurde mit der „Puva Start“ oder der „Penti 2“ festgehalten. Intensiver wurde die Leidenschaft zur Fotografie dann Anfang der 80’er Jahre mit dem Kauf der ersten Spiegelreflexkamera der „Praktica TL 1000“. Bücher wurden gewälzt um sich weiter in die Grundlagen fotografischen Schaffens einzuarbeiten und eine eigene Dunkelkammer wurde eingerichtet. Man wollte natürlich die gemachten Aufnahmen auch selbst entwickeln. Die wenigen Möglichkeiten sich auf Fotoausstellungen namhafter Fotografen inspirieren zu lassen wurden genutzt.

Leider mussten wir dieses Hobby Anfang der 90er Jahre stark vernachlässigen. Zu vieles strömte in den bewegten Jahren nach der Wiedervereinigung auf uns ein und gab uns kaum Raum ein so zeitintensives Hobby weiter zu verfolgen. Natürlich haben wir immer weiter fotografiert, die Familienchronik durfte ja keine Lücken bekommen aber  für mehr war eben keine Zeit.

In den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende kamen dann zwei Dinge zusammen, die unsere Leidenschaft für das Fotografieren neu entfachten. Zum einen die Entwicklung des Internets, mit dessen Hilfe man plötzlich mit Fotobegeisterten in ganz Deutschland oder wenn Sprachbarrieren überwunden werden konnten weltweit in Verbindung treten, seine Bilder diskutieren und Wissen austauschen konnte. Das 2. war die erste bezahlbare digitale Spiegelreflexkamera, die „Canon 300D“.

Die neue Technik und die Begeisterung in der Community nahm uns gefangen und die Fotografie nahm wieder ihren festen Platz in unserem Alltag ein.

Workshops bei  professionellen Fotografen   wurden besucht um hinter die Kulissen Ihrer Arbeit zu schauen, sich wertvolles Wissen anzueignen und immer neue Anregungen  zu bekommen.

Es dauerte nicht lange, und unser erstes Fotostudio wurde in einem Nebengebäude unseres Grundstückes in Hadmersleben (heute ein Ortsteil von Oschersleben) eingerichtet. Anfangs noch mit Baustrahlern als Fotolicht mussten diese bald professioneller Blitztechnik weichen. Auch die geliebte 300d wurde dann bald durch die ersten semiprofessionellen Modelle ersetzt. Durch unsere Bilder in Internetforen und Kontakte mit anderen Fotografen wurden immer mehr Menschen auf uns aufmerksam und baten uns, mit ihnen ein Fotoshooting durchzuführen. Modelle kamen aus den verschiedensten Bundesländern, die ersten Veröffentlichungen in Zeitschriften, Tageszeitungen und einer Kalenderproduktion erschienen.

Anfang 2008 hatte die Fotografie einen solchen Umfang eingenommen, dass wir uns zur Gewerbeanmeldung entschlossen und die Porträtfotografie im Nebenerwerb zu betreiben.

2009 kam dann das einschneidenste Ereignis in unsere Vita als Fotografen. Die erste Anfrage eine Hochzeit zu fotografieren. Vieles änderte sich, worüber wir in einem späteren Blogeintrag schreiben werden.

Bis dahin alles Gute Eure „Fotofamilie“